Lutherweg Nohra

Die schönste Verbindung zwischen Erfurt und Weimar

Luther in Nohra

Was hat Luther mit Nohra zu tun?

intitulentur libriAls Martin Luther zum Reichstag nach Worms reiste, betrat er am 5. April 1521 in Nohra erstmals ein Territorium außerhalb des Kurfürstentums.Hier empfingen ihn 40 Mann zu Pferde, voran der Rektor der Universität und eine große Menge Erfurter.Sie geleiteten ihn nach Erfurt.
Bild: Luther auf dem Reichstag zu Worms
Intitulentur libri ( Die Bücher sollen bei ihren Titeln genannt werden)

Rose ohne Dornen – die Lutherrose

Die Lutherrose im Ortswappen von Nohra erinnert bis heute an den Besuch im April 1521. ML schuf 1516 aus dem Wappen seiner Familie die Lutherrose als Wahrzeichen seiner Religionslehre. ( eine Frühform von corporate identity)

Lutherrose  Wappen Nohra

1530 ließ der damalige Kurfürst von Sachsen für den Reformator einen Siegelring mit der Lutherrose anfertigen mit dem dieser fortan unter seine zahlreichen Briefe sein persönliches Siegel setzen konnte. Das Vorbild dieses Siegel fand und findet sich im Löwen- und Papageien Fenster der Augustinerkirche des Augustinerklosters in Erfurt in dem ML zwischen 1505 und 1512 als Augustinermönch gelebt hat.

Die Lutherrose wird in etlichen Wappen verwendet, hieraus kan man aber nicht schließen, dass er sich dort tatsächlich aufgehalten hat. So haben einige ungarische Gemeinden das Wappen im Siegel wie zb auch der Ring evangelischer Gemeindepfadfinder, die Lutheriden-Vereinigung und die Internationale Martin Luther Stiftung.

Die Interpretation des Siegels sieht ML so:
In einem Brief vom 8. Juli 1530 schrieb Luther an Lazarus Spengler, die Lutherrose sei
„ein Merkzeichen meiner Theologie. Das erst sollt ein Kreuz sein, schwarz im Herzen, das seine natürliche Farbe hätte, damit ich mir selbst Erinnerung gäbe, daß der Glaube an den Gekreuzigten uns selig machet. Denn so man von Herzen glaubt, wird man gerecht. Ob’s nun wohl ein schwarz Kreuz ist, mortifizieret und soll auch wehe tun, dennoch läßt es das Herz in seiner Farbe, verderbt die Natur nicht, das ist, es tötet nicht, sondern erhält lebendig … Solch Herz aber soll mitten in einer weißen Rosen stehen, anzuzeigen, daß der Glaube Freude, Trost und Friede gibt, darum soll die Rose weiß und nicht rot sein; denn weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe. Solche Rose stehet im himmelfarben Felde, daß solche Freude im Geist und Glauben ein Anfang ist der himmlische Freude zukünftig, jetzt wohl schon drinnen begriffen und durch Hoffnung gefasset, aber noch nicht offenbar. Und in solch Feld einen goldenen Ring, daß solch Seligkeit im Himmel ewig währet und kein Ende hat und auch köstlich über alle Freude und Güter, wie das Gold das höchste, köstlichste Erz ist.“ – WA, Luthers Briefwechsel, 5. Band, S. 444f (Nr. 1628):

Große Worte die wir uns da ins Wappen geladen haben, zumindest ist die “ Lutherrose“  nun fast 500 Jahre alt und bis heute Gegenstand geistlicher Anregung und Fragen nach der historischen Bedeutung.
Fragen die auch die Suchmaschine der Wahl nicht zu  beantworten vermag?

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